Freitag, 14. Dezember 2012

Inflation - Einbildung oder Realität?



Liebe Leser, 
lassen Sie sich durch das Wort "Inflation" noch aus der Ruhe bringen?

Die meisten unter uns haben "echte" Geldentwertung nicht kennen gelernt, weil dies wie ein Relikt aus früheren Zeiten erscheint. Davon lesen die Schüler zwar oberflächlich in Geschichtsbüchern, so richtig greifbar jedoch scheint dieses Phänomen für die Nachkriegsgeneration nicht zu sein.  

Dies ist umso verständlicher, da offizielle Inflationsraten so minimal angesetzt werden, dass die Bürger und Sparer darin kein ernsthaftes Problem erkennen. Wenn dann vereinzelt Skepsis an diesen Zahlen zu Tage tritt, weil z.B. beim Besuch an der Zapfsäule jedes Mal ein ungutes Gefühl in der Magengegend entsteht, wiegeln Institutionen oder Regierungen dies als "gefühlte Inflation" ab. 

"Gefühlt" wird hier offensichtlich als Synonym für "eingebildet" verwendet und soll über die Tatsache hinwegtäuschen, dass durch das weltweite, hemmungslose Drucken von "Fiat-Money" der Wert einer Währung logischer Weise vermindert und dadurch der Preis von Waren und Dienstleistungen verteuert wird. Denn, wie überall gilt: Produkte (und nichts anderes ist modernes Geld) verlieren rapide an Wert, wenn es zuviel davon gibt.  

Eine ausführliche Erklärung und Definition des Begriffes Inflation, sowie verschiedene Beispiele und die Bedeutung dieser Entwicklung für Ihre Ersparnisse und Ihre finanzielle Zukunft finden Sie hier. 

Verstärkt wird dieses Problem noch durch weitere negative Faktoren für Ihr Kapital, die aus nebenstehender Tabelle ersichtlich werden. Wobei hier die gefühlte Inflation sehr optimistisch angesetzt ist! Infolge dieser Wertverluste - und das macht die Situation besonders brisant - reicht meist sogar die offizielle Höhe der Inflationsrate von 2% aus, um im Laufe der Zeit Ihre Zukunftspläne zunichte zu machen! Erschwerend kommt nämlich noch hinzu, dass im Falle der oben genannten Kapital-Lebensversicherung bei weitem nicht der ganze monatliche Sparbeitrag einfließt, sondern lediglich 60-80%.

Und diesen monatlichen Verlust wollen Sie mit einem Mickerzins ausgleichen? Oder sogar am Ende der Laufzeit noch einen Gewinn erzielen? Dann sind Sie kein Optimist, sondern ein Träumer...

Übrigens haben wir während der bisherigen Betrachtung nur eine ohnehin schon gravierende Inflation zu Grunde gelegt. Eine Untersuchung, wie sich eine Hyperinflation auf Ihre persönlichen Verhältnisse auswirken könnte, überlasse ich Ihrer Phantasie bzw. Kreavitität!

Gehen Sie jedoch davon aus, dass kein "Experte", der eine solche Entwicklung als absolut theoretisch betrachtet, auch nur ansatzweise eine praktische Ahnung davon hat (und haben kann), sondern zu gegebener Zeit wie alle anderen eiskalt erwischt wird!

Wenn ein Laib Brot nämlich wieder einmal 1 Mio. Euro (damals Reichsmark) kostet, ist Ihre Million auf dem Sparkonto, im Versicherungsvertrag oder in anderen Geldwerten völlig belanglos. Dann sind Sie zwar noch immer Millionär, aber trotzdem arm wie eine Kirchenmaus...

Die Gewinner - sofern man einen solch positiven Ausdruck in dieser Situation überhaupt gebrauchen kann und will - werden dann wie immer jene Zeitgenossen und Mitmenschen sein, die rechtzeitig den gesteuerten Informationen misstraut und sich für werthaltige Alternativen entschieden haben!

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