Freitag, 1. März 2013

Schweizer Revolution?

(nh) Die Schweiz. Das Land der Berge, der Schokolade, des Käsefondues und auch der globalen Hochfinanz. Ein Land, das bis unter die schneebedeckten Spitzen mit Geld, Gold und sonstigen Schuldschiebereien vollgestopft ist, möchte man meinen. Genau dieses Land wird nun in seinen Grundfesten erschüttert. Die Reichen und Mächtigen und vor allem die mächtig Reichen sollen auf einmal gesetzlich zur Kasse gebeten werden.

Foto: dw.de
Ein kleiner Unternehmer vom Bodensee läuft gegen wahnsinnige Managergehälter sowie Bankerboni Sturm und findet dabei großen Rückhalt in der Bevölkerung. Eine Anti-Abzock-Initiavie 1:12. Soll heißen, dass Führungskräfte bzw. Aufsichtsräte in einem Unternehmen maximal das 12-fache eines "normalen" Arbeiters als "Entlohnung" entgegennehmen dürfen. Und nicht wie üblich 200 bzw. 300 Mal so viel. Ist dies der Beginn eines kapitalistischen Musterstaates, bzw. hat das Volk, welches sonst lediglich Skipisten präpariert, doch mehr Mumm in den Knochen als bisher viele annahmen? 

Die Schweizer, und das macht die ganze Sache so interessant, haben eine entscheidende Waffe, gegen deren Macht oftmals selbst die größten Konzerne und Lobbyisten nur noch den weißen Geldschein hissen können. Sie haben  das Volksbegehren, und scheuen es offensichtlich auch nicht, jenes nun einzusetzen.


Am 3. März wird entschieden, ob Führungskräfte, welche diese Bezeichnung nur äußerst selten verdienen, in der Schweiz zukünftig am brancheninternen Hungertuch nagen müssen, oder nicht. Mich würde das freuen. Vielleicht beginnt damit ja sogar eine Art Dominoeffekt mit ungeahnten Ausmaßen.


Wie sagte einst Bertold Brecht :

"Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft."

Hoffen wir das Beste.


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