Montag, 13. Mai 2013

Wer bremst verliert…an Glaubwürdigkeit?


Es ist Wahlkampf, auch wenn es noch nicht alle zugeben wollen…

(nh) Im Vergleich zum US-Amerikaner merken wir Deutsche dies nicht daran, dass man uns mit Papierfähnchen, Buttons in Nationalfarben und der Aufschrift „Don‘t vote for the other guy“  zumüllt, sondern daran, dass sich die Tagesthemen langsam wieder auf WIRKLICH wichtige Dinge fokussieren. Krieg, Armut, Umwelt? Sagen wir mal fast. Partiell anders sehen die Prioritäten für die Sozialdemokraten aus - Selbst Abseits von Pannen-Peer.

Vor kurzem vergriff sich Sigmar Gabriel durch Schulterschluss mit den grünen Eventual-Koalitionären an dem letzten Stück deutscher "Freiheit“. Tempo 120! Maximum, Bergab und mit Sonne im Auspuff!

Pro & Contra
Bei diesem Thema gilt es natürlich zu differenzieren: Es dürfte jedem klar sein, dass umso schneller sich ein Auto von A nach B bewegt, sich auch sein Bremsweg unweigerlich mit verlängert. Daher ist es selbstverständlich suboptimal, in einer Gefahrensituation erst IN dem jeweils voranfahrenden Autobahn-Benutzer zum Stehen zu kommen. Auch hatte Sigmar Gabriel damit Recht, dass Deutschland noch eines der wenigen Länder ist, in denen auf BESTIMMTEN Teilen der Autobahn heute noch ein unlimitierter Fahrspaß möglich ist.

Auch das strittige Thema des Umweltschutzes – um die Grünen nicht zu vernachlässigen - durch Vermeidung beziehungsweise Reduzierung von Rasern, kann nicht einfach mal schnell vom Tisch gewischt werden. Da die meisten Raser eben doch Autos, oder teilweise urbanisierte Geländewagen (SUV) mit über 200 Sachen durch die Gegend jagen, deren Feinstaubemissionen - in Relation gesehen - nicht gänzlich vernachlässigt werden sollten. Es ist sowohl aus ökonomischer als auch ökologischer Sicht fragwürdig, drei Tonnen Stahl für 80 kg Mensch in Bewegung zu setzen.
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Natürlich gibt es auch unzählige Gegenargumente. Das statistische Bundesamt ermittelte einen Rückgang an Verkehrstoten von über 10% von 2011 zu 2012. Auch lag der Anteil der getöteten Unfallopfer auf Autobahnen 2011 für PKWs bei zwar „immerhin“ 14,2 %, was jedoch im Vergleich zu den 47,1% bei LKW-Unfällen schon nicht mehr wirklich ins Gewicht fällt. Dabei tangiert LKWs ein Tempolimit natürlich nur peripher. Dass ein solches Tempolimit in den meisten anderen Ländern ohne größeres Aufsehen umgesetzt werden konnte, zeugt eigentlich nur von der schon fast alternativlos sturen Haltung deutscher "Oberklassewagen-Besitzer" sowie der Automobilindustrie bezüglich dieser Thematik.

Es ist und bleibt ein strittiges Thema, an dem sich immer wieder die Geister scheiden. Daher kann ein abschließendes Fazit nur von jedem selbst gefällt werden. --> Zur Umfrage

Was jedoch viel mehr Aufsehen erregen sollte ist die Tatsache, dass man der breiten Öffentlichkeit mit solchen „Schock-Meldungen“ einmal mehr für etliche Tage den Wind aus den Segeln nimmt, und man dadurch die wirklich wichtigen Themen bei einem lediglich lauen Lüftchen umschiffen kann.

2 Kommentare:

  1. Er hat es nicht gefordert , er hat es empfohlen.

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  2. Würde ein Tempolimit zu 120 Km/h nicht auch den enormen Benzinverbrauch unserer Fahrzeuge jenseits der 160 km/h (sprich, BMW+BENZ+AUDI der Oberklasse) verringern, die blasen doch den Sprit erst so richtig bei Geschwindigkeiten ab 160 km/h so richtig raus, die Steuern die dabei verdient werden rechnen sich doch sicherlich. Das selbe in grün war doch das Rauchverbot, und die dadurch entgehenden Steuereinnahmen muss der Staat sich ja dann auf anderem Wege holen, wir steuern immer mehr in ein Kontrollstaat zu, mag nicht ausmalen wie es in 30-40 Jahren sein wird. Der Staat kontrolliert und steuert unser alltägliches Leben bis ins kleinste Detail, wer darf Rauchen, wer darf Fahren, wer darf arbeiten.Da wird das Gehalt nur in der höhe ausgezahlt das man auch wirklich zum (über)leben braucht, sämtliche Spareinlagen werden verstaatlicht, alles was mehr verdient wird wird über steuern wieder zurückgeholt, so wir die Maus gemolken und mit körner gefüttert.

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