(ph) Deutschland entwickelt sich mehr und mehr zu einem Einwanderungsland. So zählte das statistische Bundesamt im Jahr 2012 1,08 Millionen Zuwanderer, so viele wie seit 18 Jahren nicht mehr. Dieser Trend ist auch auf die europäische Schuldenkrise zurückzuführen. Nebeneffekt - Die Akademikerquote unter den Zuwanderern steigt seit Jahren kontinuierlich.
Die Statistiker zählten insgesamt 712.000 Zuwanderer, was einen Wanderungsüberschuss von 369.000 bedeutet, ebenfalls Rekordwert seit 1995. Im Gegensatz hierzu betrug dieser Wert zur Euro-Blüte im Jahr 2004 nur ca. 83.000 Personen. Wie zu erwarten, suchen vor allem Bürger aus der Europäischen Union vermehrt ihr Heil in der Bundesrepublik. Zuwachs-Spitzenreiter sind hierbei die altbekannten Südstaaten.
Den anteilig höchsten Anstieg im Vergleich zu 2011 verzeichneten dabei Zuwanderer aus Spanien mit einem Plus von 45% (Anstieg um 9.000 Personen). Dicht dahinter Griechenland und Portugal mit 43% (10.000 bzw. 4.000 Personen). Nicht zu verachten auch Italien mit 40% Zuwachs (12.000 Personen). Insgesamt (ver)suchten noch 96.000 EU-Europäer mehr als im Jahr 2011 ihr Glück im "Motor Europas". Den unangefochtenen Spitzenplatz unter den Zuwanderern belegen weiterhin die Polen: 176.000 Zuwanderer im Jahr 2012 (18,3% Gesamtanteil). Kein Wunder, denn polnischer Arbeitsmarkt und polnisches Schulsystem wirken suboptimal zueinander. Während mehr als jeder zweite Schüler das Abitur belegt, sind qualifizierte Berufsaussichten trotz 9-jähriger EU-Mitgliedschaft weiterhin nur spärlich vorhanden.
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| Quelle: Scientific use files für Mikrozensen |
Durch die Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes im Jahr 2005 wurde ausländischen Akademikern die Zuwanderung in Deutschland erleichtert. Als Folge dessen besitzen heute ca. die Hälfte aller Migranten einen akademischen Abschluss oder sind als Studenten an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Unter diesem Gesichtspunkt gilt sicher, "The trend is your friend": Im Zusammenhang mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit in vielen Südländern der EU dürfte sich die Zuwanderungsrate von Akademikern aus jenen Staaten in naher Zukunft eher sogar noch vergrößern. Auf den ersten Blick ein Tatsache, von der die Wirtschaftskraft Deutschlands profitiert. Allerdings nur auf den Ersten..
Denn im Jahr 2011 erfolgte die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Arbeitskräfte aus dem östlichen EU-Ausland. 2014 gehen die Pforten auch für Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien auf. Daraus resultierend wird sich die Gesamtzuwanderungsquote wahrscheinlich weiterhin erhöhen. Mit ihr auch die Gefahr einer erhöhten Migration in den Sozialstaat, "denn die Leistungen, die die Migranten in Anspruch nehmen, erwirtschaften sie noch nicht selbst", so Hans-Werner Sinn, Leiter des IFO-Instituts.
Dass die Attraktivität Deutschlands als starker Wirtschaftsstandort in den nächsten Jahren vor allem europäische Zuwanderer auf den Plan ruft, ist anzunehmen. Ob Deutschland, oder gar Europa davon profitieren, hingegen anzuzweifeln. Denn was geschieht eigentlich mit jenen Ländern, die all ihre Fachkräfte verlieren?

Und was vorallem passiert mit uns, die noch reale Einkommensansprüche haben? Dann werden die Zuwanderer doch bevorzugt... drei Bulgaren für einen Deutschen ...
AntwortenLöschenEine weitere Möglichgeit die Löhne und Gehälter zu drücken.
AntwortenLöschenWir haben viele Fachkräfte die als Hilfsarbeiter tätig sind weil einfach zu teuer.
Die Gewinne müssen steigen auf den Rücken den Armen.
Der Meinung kann ich mich nur anschließen!
LöschenHöchste Zeit, dass sich Deutschland auf eine QUALIFIZIERTE ZUWANDERUNG besinnt (ähnlich wie Kanada oder Australien). Was wir brauchen, sind gut ausgebildete Migranten, die sich problemlos in den deutschen bzw. europäischen Alltag integrieren und hier eine Zukunft aufbauen können.
AntwortenLöschenGanz Deiner Meinung!
LöschenQualität kann man besser nicht kriegen.
Ach und wieso sind dann eigentlich Griechenland und Spanien so weit hinten?
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