Montag, 2. April 2012

Westliches Schiffe versenken

Von Philipp Horn

Was war das wieder für eine Woche. In Japan wurde seit langem mal wieder jemand 'Opfer' der Todesstrafe, in Afghanistan gab es mal wieder mehrere Bombenexplosionen, in Emden zeigte sich die Art Mensch mal wieder von ihrer hässlichsten Seite und achja, natürlich nicht zu vergessen - Madonna wurde zur erfolgreichsten Interpretin in der Geschichte der britischen Charts.

So weit zu den wichtigen Meldungen, die uns wie so oft unglaublich in Atem halten, bewegen - oder eben auch nichts dergleichen. Aber was passierte denn noch so, fernab von Hofer's und Kloeppel's Verkündungen?

Die Griechen regen sich mal wieder auf. Aus irgendeinem Grund möchte ihre Regierung den angehäuften Schuldenberg von...-ach lassen wir das doch mit den großen Zahlen die sind doch sowieso nicht greifbar-Mio €...Nicht mit Hilfe der massiven Erdgasvorkommen begleichen wollen, oder sollen?! Fragen über Fragen..
Aber ja, richtig gelesen - Die Südeuropäer sitzen auf Gas im Wert von 500 Mrd. € (und dann doch 'ne Zahl), müssen zukünftig aber trotzdem auf 25% ihrer Renten verzichten. Warum, na ganz einfach - Erklärung: Viel zu unwirtschaftlich abzubauen.
Natürlich - Gas fördern ist und bleibt eben nur was für Billionäre.

Aber mal weg vom langweiligen und nicht enden wollenden Euro-Streit .Rüber über den Teich - zu unseren amerikanischen Freunden, bei denen ist doch immer was los.
Sie spielen z.B. zur Zeit Schiffe versenken mit erhöhtem Risiko. Kriegsschiffe befinden sich mittlerweile so nah an der iranischen Grenze, dass Sie aus Teheran für Langstreckenraketen "leicht" erreichbar sind. 
Hofft da etwa jemand wieder?
Selbstverstädnlich "möchte niemand", dass weitere unschuldige Soldaten ums Leben kommen, aber was manchmal einfach sein muss...
Erinnert alles irgendwie stark an Pearl Harbour. Oder noch besser - an die RMS Lusitania. Kleiner Geschichtsexkurs. Das ist das Passagierschiff, welches deutsche U-Boote 1915 versenkten. Zum Leidwesen des amerikanische Volkes und natürlich auch seiner Regierung, welche dann doch tatsächlich in den Krieg ziehen musste.

Dazu hier mal ein Zeitungsausschnitt aus der NY Times. Am 22. April 1915 veröffentlichte die Kaiserliche Deutsche Botschaft eine Warnung in den fünfzig größten amerikanischen Zeitungen, die direkt neben die Abfahrtszeiten der Transatlantikdampfer gesetzt wurde:
„ACHTUNG! Reisende, die vorhaben, den Atlantik zu überqueren, werden daran erinnert, dass Deutschland und seine Alliierten und Großbritannien und seine Alliierten sich im Kriegszustand befinden; dass das Kriegsgebiet auch die Gewässer rings um die Britischen Inseln umfasst; dass in Übereinstimmung mit der formellen Bekanntgabe der Kaiserlichen Deutschen Regierung alle Schiffe, die die Flagge Großbritanniens oder eines seiner Verbündeten führen, Gefahr laufen, in diesen Gewässern zerstört zu werden, und dass Reisende, die im Kriegsgebiet auf Schiffen aus Großbritannien oder seiner Verbündeten reisen, dies auf eigene Gefahr tun. KAISERLICHE DEUTSCHE BOTSCHAFT, WASHINGTON D. C., 22. April 1915.“


Merkwürdig. Es scheint so, als hätte man die Tragödie verhindern können, wenn man gewollt hätte. "Vielleicht einfach mal nicht dahin fahren?" Nun gut, ich will niemanden, außer natürlich den bösen Nazis, des Mordes bezichtigen. Jedoch wird jedem, der diesen Blog weiterhin verfolgt rasch auffallen, dass die Angloamerikanischen Imperialisten den Planeten seit ca 100 Jahren komplett verarschen. "A Global Force for good" - damit wird in gefühlt jedem 4. amerikanischen Werbespot geworben, selbst ein Teil der Weltpolizei zu werden - Sozusagen Sarkasmus at its best.

Da fällt mir doch glatt was witziges von letzter Woche ein. Ich "ertappte" jemandem dabei im TV (N24) eine Reportage über 9/11 sehen. Sie begann gerade erst und ich dachte mir: 5-Minuten gezielte Gehirnwäsche werde ich schon noch vertragen können. Es wurde knapp, aber ich behielt am Ende recht.

Ein "Sicherheitsexperte" erläuterte im Interview, warum die vielen Anzeichen auf einen Terroranschlag vor dem 11. September nicht gedeutet werden konnten: FBI und CIA fehlten einfach arabisch sprechende Mitarbeiter, welche die vielen aufgezeichneten Telefonate hätten übersetzen können - Schade schade, vielleicht beim nächsten mal Borat oder so anrufen, dann hätte sich an besagtem Tragödientag niemand als Turmspringer versuchen müssen.

Mit diesem Parade-Eulenspiegel verweise ich auf meinen nächsten Artikel am Ende der Woche und gebe euch noch schnell das mit auf den Weg, was mein Genosse-Großvater und der Axel-Springer-Verlag mir paradoxerweise beide gelehrt haben:

Man sollte sich IMMER seine eigene Meinung bilden.


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