(ph) Haben Sie sich eigentlich schon
mal gefragt woher das Wort Systemrelevanz kommt?
Der offiziellen Definition
nach findet dieser Begriff seinen Ursprung in den USA. „Too big too fail“ heißt
das ganze dort und beschreibt den recht einfachen Sachverhalt, dass bestimmte Institutionen nicht in Insolvenz geraten dürfen, da sonst das gesamte System
gefährdet ist. Um den sogenannten „Bail-out“ zu verhindern, werden im Notfall
alle verfügbaren Mittel aufgebracht. Da diese jedoch nie vorhanden sind, stellt
man eben einfach neues Geld zur Verfügung. Es wird gemunkelt, dass man Teile
davon manchmal sogar druckt – Getanzt
kann eben nur noch werden, solange die Musik noch spielt.
Um unsere nun schon ewig klingende
Melodie nicht zu beenden, ist es in den zurückliegenden Jahrzehnten schon sehr
häufig vorgekommen, dass sog. „Institutionen“ gerettet werden mussten. Zum
ersten Mal ereignete sich dies bereits 1914, als sich New York City hoch
verschuldete. Die Relevanz dieser Metropole ist sicherlich nicht zu leugnen –
in diesem Sinne eine nachhaltige Rettungsaktion. Jahrzehnte vergingen, ehe den
Amerikanern bewusst wurde, dass ihr staatlicher Rettungsanker ausschließlich
für Banken geworfen werden muss. So erhielt die „Federal Deposit Insurance
Corporation“ - FDIC im Jahr 1950 das Recht, Kredite und Eigenmittel zur
Verfügung zu stellen, falls das Finanzsystem mal wieder bedroht sein sollte.
In den Folgejahren passierte
lange nichts, zur Freude der jeweiligen US-Regierung entwickelte sich die
Wirtschaft prächtig, trotz bzw. gerade wegen der unzähligen Kriege. Bis 1981
musste die FDIC lediglich 176
Institutionen unter die Arme greifen. In den darauf folgenden 20 Jahren
jedoch ganzen 1558 – zur Überraschung aller waren es in sämtlichen Fällen
Banken, die in Schieflage gerieten. Endgültig wurde deutlich, dass der Staat
sein permanentes Auffangbecken einzig und allein für Finanzinstitute mit Geld füllen musste. Was für uns anfangs noch abschreckend wirkte, nämlich gestrandete Banken mit Steuergeldern zurück ins Meer zu spülen, ist beim
großen Leitbild Amerika schon lange gang und gäbe – Vielleicht wechselt man
zwischendurch mal den Interpreten oder das Album, aber ein Ende der Melodie
kommt nicht in Frage.
Heutzutage müssen auch wir uns
nun damit abfinden, dass unsere Steuergelder dafür verwendet werden, unzählige
Banken vor dem Ruin zu bewahren. Sicherlich, man könnte auch einfach die
Linken wählen um das in Ansätzen zu verhindern. Dieser Lösungsansatz ist unserer streng
desinformierten Bevölkerung jedoch überhaupt nicht realisierbar, denn immerhin sind das bei der PDS ja
alles Kommunisten – die haben ihre Chance längst verspielt.
„Keine Bank darf so groß sein,
dass sie wieder Staaten erpressen darf“ - Zitat Angela Merkel, 2008. Knapp mehr als 4 Jahre später ist bewiesen, dass dieser Satz ein weiteres
Märchen unserer Regierung war. Die Darlegung nachfolgender Fakten
untermauert diese These.
Da wäre zunächst unser
internationales Banken-„Flagship“, die Deutsche Bank. Die tut nach wie vor so,
als hätte sie in der Krise keinen Cent Unterstützung benötigt. Natürlich ist das nicht
einmal die halbe Wahrheit. So erhielt sie als Anteilseigner des US-Versicherers
AIG und Gläubiger der IKB und HRE bis heute „über Umwege“ insgesamt 14 Milliarden Euro. Angenommen diese Summe hätte abgeschrieben werden müssen, die Deutsche
Bank wäre nun pleite. Nächster „Riese": Die Commerzbank.
Während der Bankenkrise offenkundig stark in Schieflage geraten, bezog das Institut
insgesamt 18,2 Milliarden Euro plus 5 Milliarden Euro Staatsgarantien. Folge:
Die Bank gehört nun zu 25% uns, bzw. dem Staat. Dennoch nutzt die Commerzbank
weiterhin im großen Stil Steueroasen für Investmentbanking und andere
Spielereien, da trotz der enormen Beteiligung der Steuerzahler natürlich keinerlei
Rahmenbedingungen für ein einigermaßen werteorientiertes Management geschaffen
wurden. Auch die Hypovereinsbank, seit
2005 Teil von „Unicredit“, steht heute als unschuldiges Lamm da. Nach genauerer
Betrachtung stellt sich dieser Status jedoch ebenfalls als Märchen heraus. Denn es war
die HVB, welche im Jahr 2003 die hauseigene Immobilien-„Bad Bank“ Hypo Real
Estate ausgliederte, was den Steuerzahler am Ende 102 Milliarden Euro kostete. Abgerundet
wird die Milliardenflut durch die westfälischen Landesbank WestLB. Ihre komplette
Abwicklung kostete zum Vergleich lediglich läppische 18 Milliarden Euro.
Eindeutig zu erkennen, das „too
bis to fail - Syndrom“ hat die Bundesrepublik schon lange erreicht, nichts Neues
eigentlich, zugegeben. Dass Banken natürlich entgegen ihrer Ursprünglichen
Bedeutung nicht nur dafür da sind, unser Geld zu verwalten, ist längst jedem
bewusst. Es bringt wohl auch nichts mehr, diesen Zustand anzuprangern, solange die
Finanzinstitute zumindest die demokratische Gewaltenteilung des Grundgesetzes
achten und sich aus der Politik raushalten – natürlich weit gefehlt. Es folgen einige Beispiele vom deutschen Banken-Lobbyismus der zurückliegenden Jahre, welche natürlich
nicht einmal die Spitze des Eisberges darstellen.
So ist die Deutsche Bank auch in Sachen Politikbeeinflussung Branchenprimus. Das Unternehmen leistete sich ab 2006
mehre Großeinkäufe in Form politischer „Größen“. Unter anderen auf der
Einkaufsliste: Finanzstaatssekretär Caio Koch-Weser, BIZ-Generaldirektor Malcom
Knight und der oberste Bankenaufseher der BaFin Helmut Bauer. Im Gegenzug
gelang es der DB, unzählige eigene Mitarbeiter in politische Einflussbereiche
zu schleusen. Ein lukratives Geschäft, denn seitdem kann die Bank politisch
aktiv an einem ihrer Hauptziele arbeiten, der zunehmende Einführung privater
Rentenversicherungen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde extra das Deutsche Institut
für Altersvorsorge DIA gegründet, welches jährlich durch umfangreiche
wissenschaftliche Studien für eine private Rente wirbt. Die Postbank engagiert
sich im Übrigen seit 2007 stark für dasselbe Projekt. Auch sie gibt bis heute
Studien in Auftrag, die die Angst vor Altersarmut schüren sollen. Die
Commerzbank macht in den letzten Jahren, was Lobbyismus angeht, ebenfalls ordentlich Meter.
Sie engagiert sich bereits seit 1995 aktiv im Förderkreis Deutsches Heer, welcher
eine Plattform für Politik, Rüstungsindustrie und Bundeswehr darstellt. Die
Vertretung der Unicredit-Tochter HVB kümmert sich indessen in Persona von
Andreas Rees und Alexander Koch politisch aktiv um die harte Bestrafung für
Defizitländer – man ist ja schließlich auf die Zinszahlungen angewiesen.
Lobbyismus in Deutschland ist
über die Jahre zu einer großflächig ausgeübten Normalität geworden, die in der Bevölkerung
mittlerweile auch ihre feste Legitimation findet. Aber nicht nur hierzulande kauft sich die Finanzbranche fleißig an die Macht. Allein
in Brüssel arbeiten zurzeit ca. 700 Lobbyisten für die Finanzindustrie, geschätztes Jahreseinkommen: 300 - 400 Millionen Euro, Tendenz steigend. Stellt
sich natürlich die Frage, wohin das einmal führen soll? Um auch nur Ansätze
einer Antwort darauf zu finden, muss man einfach wieder zurück über den großen
Teich schauen.
Da die Amerikaner wie Anfangs
beschrieben wesentlich früher damit begannen, den Staat von der Finanzindustrie
abhängig zu machen, sind sie bereits auch entschieden weiter, was die
Infiltrierung von Wall-Street & Co. in die hauseigene Regierung betrifft. So finden
die Mitarbeiter der Obama-Regierung ihren beruflichen Ursprung zu über 80% im Finanzsektor. Und das hat sich mehr als 5 Jahre nach Ausbruch der Krise auch
mächtig rentiert. So konnten die größten US-Banken ihr Gesamtkapital um etwa 10
Prozent erhöhen, auch die Gewinne pendeln mittlerweile über dem Vorkrisenniveau
und sind dabei höher als je zuvor. Das Durchschnittsgehalt eines Wall-Street-Bankers
stieg um 17% auf 361.500 $, mehr als das Fünffache eines Arbeiters.
Die Verursacher der Krise kommen
davon und der unschuldige Steuerzahler wird bestraft – Kein neuer Slogan, dennoch brutale Realität. Durch das viele gedruckte Geld und die daraus resultierende Inflation sind die Reallöhne der Amerikaner eingebrochen, in noch
wesentlich höherem Maße als unsere – der große Bruder machts also einmal mehr
vor. Zum Vergleich: In Griechenland
besitzen weniger als 2000 Familien 80% des Kapitals, die restlichen 99,9% der
Bevölkerung müssen bluten. Das Beispiel der USA zeigt, in welche Richtung eine
kollektive Übernahme des Staats durch die Finanzindustrie führt. Unsere Regierung geht diesen Weg munter mit – wahrscheinlich bewusst. Das viele gedruckte Geld wird in naher Zukunft
wieder für unzählige Spekulationen und einhergehende Investitionen sorgen. Die
nächste Blase ist vorprogrammiert und mit ihr, der nächste Crash.
Dies ist jedoch unabdingbar, sofern
die Musik weiter spielen soll, denn unser (Banken)System ist
relevant.
Weiter So!
AntwortenLöschenIch hoffe Märchenrepublik kann sich am Markt etablieren. Das sind wirklich sehr ausführlich Texte hier.
Vielen Dank!
Danke, Märchenrepublik, auch ich werde Dich
AntwortenLöschennur allzu gerne weiterempfehlen und Deine Beiträge ggf.
gerne auf meiner Facebook-Seite verlinken, wenn ich darf:
http://www.facebook.com/bananen.republik.3
Sie dürfen selbstverständlich.
LöschenGrüße
ach scheiße echt mal......ich verliere so langsam den glauben an alles.....
AntwortenLöschenwas soll man denn gegen soviel böswilligkeit tun......ich versuche schon seit jahren menschen irgendwie zu mobilisieren und zu informieren .....aber es glaubt einem einfach niemand....
eine Möglichkeit, wobei es der schwierigste weg ist, wäre wenn immer mehr Menschen welche in "Deutschland" leben ihren Ausweis abgeben und in die Selbstverwaltung gehen. Das hätte zum Ergebnis das immer mehr Menschen souverän werden würden und somit aus der Versklavung verschwinden würden und automatisch die AGB´s der BRD GmbH nicht mehr akzeptiern würden. leider ist diese Option zwar theoretisch möglich allerdings ist das praktisch ganz anders da dieser Möchtegern Staat sobald man das tut einem das Arbeitsrecht oder die Gewerbegenehmigung oder die sozialleistungen ( ALG II ) entzieht. Denn das Problem für DL ist das dadurch die verpflichtung für steuern entfällt da man ja damit mehr oder weniger einen eigenen Staat gründet und damit natürlich auch eigene Regeln erstellen kann. Desweiteren ist es der Polizei nicht me´hr möglich willkürlich mit einem umzugehen da man ja nicht damit einverstanden ist und auch keine deutsche staatsangehörigkeit besitzt. Es gibt noch weitere Punkte die die Politik so zwingen würden eine Radikaländerung vor zu nehmen. Zurzeit laufen einige Klagen am OLG / BVG welche das Ziel haben das Recht auf Arbeit nicht abhängig von der deutschen Staatsangehörigkeit zu ermöglichen. Deutschland ist zu keiner Zeit nach dem 2. WK souverän gewesen. Sämtliche deutsche Judikativen Institutionen sind im Firmenverzeichniss Der USA unter " Factoryname " gelistet. Wie kann es sein das Firmen Richter ernennen und diese wiederum andere verurteilen. Rein logisch betrachtet ist dies nach deutschem Recht amtsanmaßung und steht unter strafe und dadurch das kein deutscher Richter sich an seinem zugehörigen Gericht legitimiern kann und auch keine Bestallungsurkunde vorweisen kann ( welche ihn vom normalen Bürger zum Richter macht ) gehören nach den Rechten welche die Richter vertreten, eben alle Richter ins Gefängniss. ähnlich verhält es sich mit Polizei, Gerichtsvollziehern, GEZ und vielen anderen Staatsdienern welche alle bei der BRD GmbH angestellt sind. Was den meisten deutschen nicht bewusst ist, diese Handlungen sind seit 2007 legal geworden ( Aufhebungsgesetze, welche die Aufhebungsgesetze der Wiedervereinigungaußer Kraft setzen welches zur Folge hat das jeder deutsche Bundesbürger sich aktuell in der Staatenlosigkeit und in der Rechtenlosigkeit befindet ) Das bedeutet durch das akzeptieren der AGB´s der BRD GmbH erklärt man sich mit der eigenen Versklavung einverstnden. In Deutschland gibt es nur Personal und Sklaven und Sklaven haben eben keine Rechte. Solange die Menschen alles mit sich machen lassen und schön das Schweigegeld annehmen ( Hartz 4 womit die Politik das Volk stillhält ) und vorallem sich nicht durch das verdummunsfernsehen eben verdummen lassen, wird sich hier nicht ändern.
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