Dienstag, 26. März 2013

Indexeinbruch - Energiewende geht der Saft aus

(nh) Der Deutsche Energiewende-Index (DEX) wird seit Mitte vergangenen Jahres von der Deutschen Energie Agentur (dena) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft 'Ernst&Young' jeweils zur Quartalsmitte veröffentlicht. Er soll ein regelmäßiges Abbild zur allgemeinen Stimmung der Energiewende aus Sicht der deutschen Wirtschaft abliefern.

Der DEX wird, ähnlich wie der Ifo-Geschäftsklimaindex, durch eine Befragung von über 2.000 Vorständen sowie mehreren Hundert Verbänden, Unternehmen und Städten berechnet, um somit eine weitestgehend objektive Diskussionsgrundlage für notwendige Handlungsfelder zu ermöglichen.

100er-Marke erstmals unterschritten
Quelle: dena
Das 1. Quartal 2013 zeigt im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger einen deutlichen Einbruch von 102,6 auf aktuell 95,8 Zähler. Somit wurde erstmals die 100-Marke unterschritten. Dieser Absturz kann und muss auf die aktuelle politische Situation, und die damit verbundenen Zweifel an der bundesweiten Energiepolitik zurückgeführt werden. Auch bei Unternehmen und Verbänden hat sich der Index seit dem letzten Quartal deutlich verschlechtert. Von 118,5 Punkten aus dem 4. Quartal 2012 auf 107,5 Punkte im 1. Quartal 2013. Somit wird die Energiewende nur noch als "eher positiv" bewertet.

Der größte Stimmungseinbruch von jeweils über zehn Punkten zum Vorquartal stammt von den Investoren und Energieversorgungsunternehmen. Als größter Schwachpunkt werden die regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen der Energiewende betitelt.
Die befragten Unternehmen gaben an, dass um den Negativ-Trend zu stoppen, eine Stärkung der Investitionssicherheit sowie eine rasche und sinnvolle Überarbeitung des Erneuerbaren-Energien Gesetzes (EEG) zwingend notwendig sei.

Somit zeigt sich erneut, dass eine auf den Wahlkampf ausgerichtete Politik, die dem potenziellen Wähler das verspricht, was er hören will, schlussendlich auch die größten Infrastrukturprojekte gefährden kann.

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