Dienstag, 26. März 2013

Was lernt der deutsche Sparer aus Zypern?

  von Christian Moosegger

Folgenden Artikel in Welt-Online vom 26.März zum Thema Banksicherheiten aufgrund der aktuellen Lage in Zypern habe ich gefunden. Sie sehen darin eine ernsthafte Warnung, sich Gedanken über Ihre eigenen Geldwerte zu machen. Sehr deutlich kommt hier auch zum Ausdruck, dass Sachwerte wie Unternehmensbeteiligungen (sind ja auch eine Form von Aktien) im Krisenfall nicht gefährdet und politisch angreifbar sind.


Noch weniger, wenn diese Beteiligungen - wie in unserem Fall - gar nicht greifbar sind, weil zu diesem Zeitpunkt noch kein Verkauf stattfindet!


Halten Sie sich dringend Folgendes vor Augen: Vor der nächsten Bundestagswahl im Herbst wird dem deutschen Sparer noch viel Honig um den Mund geschmiert, damit dieser nicht nervös wird und seine Schäfchen ins Trockene bringt. Angesichts der angespannten Lage in Europa jedoch wird sich die Politik einiges einfallen lassen, um auch den kleinen Sparer bei Bedarf zu schröpfen! Zypern dient hier definitiv als Generalprobe. 


Noch schlimmer ist die Situation in Spanien, obwohl hierzu kaum Meldungen veröffentlicht werden: Anders als in Zypern trifft es in Spanien einfache Sparer und auch Ersparnisse unter 100.000 Euro! Folgendes muss man sich also evtl. bereits im Oktober 2013 in diesem Zusammenhang auf der Zunge zergehen lassen: Erst hat man "Rettungsschirme" mit Steuergeldern gefüttert und an "notleidende" Banken verteilt (nicht an die betroffenen Bürger!). Nun geht man her und nimmt dem Sparer erneut einen Teil seines Geldes, indem man die Banksicherheiten massiv einschränkt.


Spätestens dann muss sich ein Bankkunde ernsthaft fragen lassen, warum er noch mehr als das Nötigste auf Spar- und Tagesgeldkonten liegen hat!

Bild: Marian Kamensky
Übrigens: Die Einschläge in der EU häufen sich. Auch Slowenien steht dicht am Abgrund eines Bankenkollaps. Nachdem dann am gleichen Tag auch noch die französische Notenbank die Sparer damit beruhigte, dass ihre Sparguthaben sicher seien, sollte dies jedem zu denken geben, der noch klar bei Verstand ist! Wenn Sie dann nicht Spitzenbanker, Großindustrieller oder Politiker sind (also zur "Elite" gehören), werden Sie keine Chance haben, sich einen "russischen" Vorteil zu ergattern und rechtzeitig gewarnt zu werden. 
In diesem Zusammenhang frage ich mich immer wieder, wie man einen Sparer mit 100.000 Euro auf der Bank als "reich" bezeichnen kann. Es gibt genügend Normalbürger, die sämtliche Ersparnisse für den eigenen Ruhestand seit Jahrzehnten auf dem Sparbuch sammeln und liegen haben. Oder Firmen, die für tägliche Zahlungsströme mit Kunden und Gläubigern diese Grenze locker erreichen. Alles "Reiche", die man in Krisenzeiten beliebig schröpfen kann? 


Für echte Investoren und Betuchte sind das Peanuts, mit denen sie am Wochenende shoppen gehen und über den uninformieren deutschen Sparmichel lachen! An deren Konten kommt allerdings eine von Banken und Lobbyisten gesteuerte Politikkaste nicht heran!

1 Kommentar:

  1. Scheiss EU. hat man noch nie gebraucht...Komisch, dass man früher mit Freunden schon ab und an Gespräche führte, in denen man das wusste. So vor 20 Jahren schon. Das geht weiter mit den Renten. Oder K-Kassen die 21 Milliarden Überschuss erwirtschaften und dennoch Beiträge steigen und Pflegestufen gekürzt werdenm was vor allem ältere Menschen, die dieses Land irgendwann mal aufgebaut haben stark betrifft. Man darf einfach Kriminellen nicht seine Kohle anvertrauen. Das ist selten dumm! Aber da werden sie sich auch noch was einfallen lassen. Totale Kontrolle (und die wird kommen wenn man sich alles weiter so gefallen lässt) ist zB. möglich und auch ohne jeden Zweifel das Ziel was auch erreicht wird, wenn man Bargeld komplett abschafft. In Schweden zB laufen die ersten Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Und sonnenklar ist worauf das (ausser der totalen Kontrolle und des "gläsern" seins) abzielt. Aber die Meisten scheinen das ja ganz toll zu finden:-)

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