Montag, 18. März 2013

Zypern und die Zwangsenteignung




Kaum wollte man sich schon der fortlaufend gepredigten Illusion hingeben, die Eurokrise sei für immer hinter uns, meldet sie sich mit einem wahren Paukenschlag zurück. Eines der kleinsten und entlegensten Euroländer wurde von den gemeinsamen Rettern nun dazu gedrängt, rund sechs der anvisierten knapp 20 Milliarden Euro möglichst „gerecht" von den Einlegern des zypriotischen Finanzwesens einzusammeln -- und das gewaltsam.


Die Folge: An den Märkten geht es gerade drunter und drüber, Menschen in ganz Europa sind erzürnt, in Zypern bilden sich Schlangen vor den nach wie vor geschlossenen Banken, an den Verhandlungstischen bemüht man sich um politische Schadensbegrenzung. Doch es ist zu spät, der Geist wurde aus der Flasche gelassen. Vor allem den bisher noch erfolgreich Treudoofen unter den Betroffenen dämmert langsam, was hier für ein unglaubliches Spiel mit ihnen gespielt wird.

2 Kommentare:

  1. Das was in anderen Laendern geschieht, kommt noch zu uns und was bei uns passiert kommt noch zu denen. Willkommen zum europaeischen Ausverkauf.

    ESM laesst Gruessen

    PS Ihr seid alle eingeladen!

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  2. deswegen sollen wir nicht “befürchten”, dass das Zypern-Beispiel mit den Zwangsenteignungen in Ländern wie Italien und Spanien Schule macht, sondern es “HOFFEN” ! Es wäre ein richtiger und gerechter Weg zur Lösung der Schuldenkrisen in diesen Ländern. Sollte aber nicht nur Geldeinlagen bei Banken betreffen sondern alle Vermögensformen. Ein Run auf die Banken wäre dann auch obsolet! Aber auch Deutschland hat verdammt viele Schulden, und auch bei uns würde ich eine solche Maßnahme begrüßen. Ich gehöre allerdings auch zu denen, die am wenigsten zu verlieren hätten. Wenn wir alle Gregor Gysi zum Kanzler wählen gibt’s vielleicht eine Chance.
    Ab 100.000 Euro könnten 25 % fällig werden, ab 1 Million 50 %, und ab 10 Millionen 100 %. Kein Reicher würde dadurch arm, sondern alle Superreichen hätten immer noch mindestens 10 Millionen Eoro Vermögen.
    Nur die Welt wäre dadurch etwas weniger ungerecht, und das “arme” Zypern, das “arme” Italien, das “arme” Spanien und das “arme” Deutschland, könnten einige ihrer vielen Schulden- und anderen sozialen Probleme mal pragmatisch angehen, weil Mittel verfügbar wären.
    Gruß an Wolfgang Schäuble!

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