Mittwoch, 24. April 2013

5 letzte Jahre für den Euro

[Wohlstandsbildung]

von Christian Moosegger


Diese Aussage stammt nicht von mir, sondern von einem Berater der deutschen Bundesregierung! Nachdem ich davon ausgehe, dass solche Statements nicht unüberlegt an die Öffentlichkeit gelangen, dürfen/sollten Sie sich ruhig nun noch mehr Gedanken über Ihre finanzielle Zukunft machen als bisher!

Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, dass sich die Regierung mit dieser Veröffentlichung einen Fluchtweg freihält. Und dies war beileibe nicht die erste ihrer Art! Wenn Sie dann nicht auf diese Warnung reagieren, kann Frau Merkel oder deren Nachfolger in 5 Jahren mit gutem Gewissen in einer Regierungserklärung klarstellen, Sie wären ja rechtzeitig gewarnt worden und wenn Sie trotzdem keinen Grund zum Handeln gesehen haben, sind Sie selber schuld!

Was bedeutet aber das Ende des Euros für Sie als Sparer?
  • Für Lebensversicherungskunden, Sparbuchbesitzer und sonstige Geldwert-Eigentümer findet eine Enteignung statt, die man sich nicht in den kühnsten Träumen ausgemalt hatte. Alle öffentlichen Schulden können nur mit einer Auslöschung von Guthaben getilgt werden. Vergessen Sie nicht: Jedem Euro auf einem Sparbuch steht 1 Euro an Schulden gegenüber! Spätestens jetzt müssen die PIIGS-Staaten all ihre Schulden abschreiben, wofür Sie über den ESM-Vertrag und andere Konstrukte mit Ihren Ersparnissen haften!
  • Als Aktienbesitzer werden Sie hilflos mit ansehen müssen, wie die Spekulationswerte aus Ihren Papieren in kurzer Zeit wie ein Vakuum herausgesaugt werden und z.B. der DAX von 7.000 auf 2.000 Punkten fällt. Dann wird es aber diesmal Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis der Verlust annähernd kompensiert wird!
  • Als Immobilienbesitzer haben Sie dann evtl. Mieter in Ihrer Wohnung, die wg. Arbeitslosigkeit die Miete nicht mehr bezahlen können. Darüber hinaus platzt die Immobilienblase endgültig und Sie erhalten für Ihren angeblichen Sachwert nur noch die Hälfte! Natürlich steigen auch noch die Kreditzinsen für Ihr Darlehen und machen Ihre Pläne gänzlich zunichte!

Bild: auto-services
Relativ heil aus diesem Szenario werden jene weitsichtigen Mitbürger hervorgehen, die verstanden haben, dass nur echte Sachwerte gegen solche Krisen gewappnet sind. Also Edelmetalle und außerbörsliche Beteiligungen an gesunden Unternehmen. In der Krise dann eine Immobilie zu einem Schnäppchenpreis zu ergattern, ist nicht unbedingt schwierig. Letztendlich hätte sich damit auch ein solches Investment gerechnet. Dass dann allerdings evtl. jemand auf der Strecke bleibt – nämlich der vormalige Besitzer – dürfte auch klar sein!
Darum gilt - auch wenn es den meisten egoistischen Prinzipien des globalen Finanzmarktes widerspricht: In einem gut durchdachten, ethischen Geschäftskonzept bleibt niemand auf der Strecke – Gewinner sind hier ALLE Beteiligten!


Am Schluss noch eine Anmerkung an Inhaber eines landwirtschaftlichen Anwesens: Sie besitzen einen abgesicherten Sachwert. So weit, so gut. Allerdings sollten Sie so bald wie möglich eine gute Beziehung zu Ihren Nachbarn aufbauen, um bei Bedarf rund um die Uhr Unterstützung gegen ungebetene Gäste zu ermöglichen! Dies gilt umso mehr, je tiefer die Hemmschwelle für Plünderungen und Überfälle sinkt. Darüber hinaus gilt: Vor 70 Jahren war die Mobilität der von Hunger und Armut bedrohten Mitbürger äußerst beschränkt. Das gilt heute bei weitem nicht mehr…


Sie meinen, das wäre jetzt übertriebene Panikmache? Ich hoffe, Sie haben recht! Allerdings kann ein positives Verhältnis zum näheren Umkreis nie schaden. Ich bin sicher, spätestens da sind wir einer Meinung!

8 Kommentare:

  1. warum edelmetalle? deren wert wird doch in Geld gemessen und essen kann man Sie auch nicht?

    AntwortenLöschen
  2. Edelmetalle bringen einem im totalen Krisenfall wohl recht wenig. Essen kann man die nicht, und mit einem Goldbarren etwas tauschen oder bezahlen stelle ich mir ebenfalls schwierig vor.
    Da sind vermutlich Wodkaflaschen sinnvoller :)

    AntwortenLöschen
  3. Edelmetalle werden zwar in Geld gemessen bzw. bewertet, aber da dann die Inflation steigt, somit auch die Geldmenge, steigt auch der Preis der Edelmetalle. Letztlich ist nicht der Preis für Edelmetalle entscheidend, sondern deren Besitz in einer solchen Krise. Man kann ja kleine Mengen Silber für den "täglichen" Bedarf besitzen, Gold für größere Investitionen. Bei Enteignungen im letzten Jahrhundert waren diejenigen Gewinner, die Gold besaßen. Ganze Häuserreihen wurden damit gekauft.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dem ist nichts hinzuzufügen - außer vielleicht, dass auch unsere wichtigste Partnerfirma die Liquiditätsreserve ihrer Kunden in physischen Goldbarren lagert (=knapp 10% der Investitionssumme).
      Schließlich kann man nicht Sachwerte empfehlen und auf der anderen Seite die täglich verfügbaren Gelder der Kunden in Form von Staatsanleihen oder Tagesgeld gefährden!

      Löschen
  4. Schaut euch auch dieses Blog mal an --> www.hrvojeklobucar.com
    Ist ein Kollege von mir, da werden auch immer wieder schöne Informationen in Zukunft veröffentlicht.

    AntwortenLöschen
  5. Bei einem ernsthaften zusammenbruch ist wohl die beste investition, Waffen. Damit kann man auch ganze Häuserreihen kaufen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ...und macht sich damit sicher Freunde, auf die man sich verlassen kann! *Ironie aus*

      Löschen
  6. Wer braucht schon Freunde, wenn Er Waffen hat...

    AntwortenLöschen