Freitag, 19. April 2013

Angela non grata - Merkel und die Medien

(ph) Regelmäßig beweisen die Ergebnisse von Forsa-Umfragen dass Angela Merkel die beliebteste Politikerin in Deutschland ist. Dafür gibt es auch einige Gründe. Als Frau tritt Merkel bescheiden auf und neigt dennoch zu Aggressivität gegenüber anderen Völkern. Merkel agiert taktisch überlegt. Sie zieht den Kopf ein, wenn es kritisch wird und ist omnipräsent, wenn es Erfolge gibt. Davon abgesehen sind die Folgen ihres politischen Handelns größtenteils ausgeblendet, weil sie erst wesentlich später eintreten werden.

Unantastbar
Hauptursache von Merkels Beliebtheit ist eine andere. Meinungsmache und Meinungsbildung liegen hierzulande nah beieinander. Kein Geheimnis also, dass es die Massenmedien sind, welche das Meinungsbild über die Kanzlerin im Kern bestimmen. Dass der "Axel-Springer-Verlag" in diesem Zusammenhang seit Jahren den Merkel-Kurs fährt - egal. Dass eine „FAZ“ konservativ ausgerichtet ist - nichts Neues. „Die Welt“ sieht sich vor allem außenpolitisch auf einer Wellenlänge mit der Kanzlerin. Sogar die „Süddeutsche Zeitung“, eigentlich linksliberal, überraschte bereits mit mehrseitigen Hommagen an „Frau Alpha Eins“, einschließlich durchaus kontroverser Reaktionen der Leser. So schrieb Leser Matthias S. als Reaktion auf einen SZ-Artikel von Evelyn Roll:

„Ich werde unser SZ-Abo kündigen. Ich möchte mit unserem Geld nicht den Wahlkampf der CDU finanzieren. Ist das noch Auftragsjournalismus? Oder schon Hagiographie?“ (Anmerk. Red.: Def.: „Erforschung und Beschreibung von Heiligen“)

Noch mehr, weil noch einseitiger, äußert sich die Kritiklosigkeit an der Kanzlerin in den TV-Medien. Da diese im Gegensatz zur Print-Konkurrenz immer häufiger lediglich „(be)richten“, wird vielfach der Eindruck einer feuerlöschenden Europa-Retterin vermittelt, was von alternativmedialer Seite ja bekanntlich etwas anders eingeschätzt wird. Über krisenpolitisches Geschehen hört man dieser Tage ohnehin viel. Lohnt sich also der Blick auf journalistische Bremsmanöver vergangener Zeiten.

Ein gewisser Christian Wulff wurde von Merkel als Bundespräsident förmlich durchgedrückt. Als Bundespräsident, gegen Widerstand, im dritten Wahlgang - Rest bekannt. Kritik an Merkel? Herr Karl-Theodor zu Guttenberg. Bis zum Ende gegen Plagiatsvorwürfe von der Kanzlerin in Schutz genommen - Ende geläufig. Kritik? Norbert Röttgen. Zunächst „Merkels Mann in NRW“, nach Fukushima abgesägt. Unter enormen öffentlichen Druck folgte die umweltpolitische Kehrtwende der Kanzlerin, unter einstimmig-medialem Verständnis - Einseitig, mutlos und unkontrovers. 

Frontenwechsel
Deutlicheres Beispiel: In der „Washington Post“ schrieb die Kanzlerin 2003 einen Gastbeitrag mit der Überschrift: „Schröder spricht nicht für alle Deutschen“. Hintergrund war der Irak-Krieg, an dem Deutschland mit Angela Merkel höchstwahrscheinlich teilgenommen hätte [Einschätzung der Red.]: „Nie wieder Deutsche Alleingänge“, so Merkel im weiteren Verlauf. Nur 26% der Deutschen waren übrigens zu jener Zeit für den Einsatz deutscher Truppen in einem Krieg, welcher nachweislich auf Lügen fundierte. Als Oppositionspolitikerin auf Auslandswerbetour erntete Merkel zu jener Zeit durchaus noch Kritik für ihre Aussagen. Als Bundeskanzlerin kaum.

Die journalistische Schaumwischerei ist auch beim Thema Waffenexporte zu erkennen. Unter Merkel  blühen die Geschäfte mit Panzern, U-Booten und Co. wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Deutschland liegt weltweit auf Rang 3 aller waffenexportierenden Nationen. Betreffen hierzu wird die Bundesregierung sogar förmlich in Schutz genommen: „Berlin gibt Widerstand gegen Waffenlieferungen auf“. Ein journalistischer Kniefall seinesgleichen. Obwohl Deutschland Waffen und mittlerweile auch wieder vermehrt  Soldaten in verschiedenste Krisenregionen der Erde exportiert, sieht sich kein Massenmedium in Deutschland dazu verpflichtet dies auch nachhaltig zum Thema zu machen.

10 Kommentare:

  1. Gleichschaltung der Medien? Ich denke die meisten erkennen die Tragweite der Geschehnisse nicht. Die Politiker umd vorallem das Volk haben denn Sinn für die Funktionen aller Bereiche vergessen oder verschoben. Medien wie Zeitung, Fernseher und/oder Internet sollten die Funktion der Informationsverarbeitung und verbreitung inne haben (wahrheitsgemäß), erst dann sollte sie der Unterhaltung dienen. Und Politiker sind Angestellte des Volkes, nicht mehr und nicht weniger. Stattdessen arbeiten die Medien für einige Politiker, die Politiker für Konzerne und wir das Volk für die Politiker und den Konzernen. Und alle finden es ganz normal und legitim....

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    1. was mich ja immer sehr verwundert, ist, daß da niemand tiefer gräbt!
      sie durfte im osten physik studieren...ein nogo für pfarrerskinder! sie war FDJ-FUNKTIONÄRIN...ohne stasi-verbindung nicht möglich! sie hat für die akademie der wissenschaften im osten gearbeitet...das durften nur 1000 prozentige. die einzige ausnahme waren leute mit besonderer begabung und das sie nicht dazu gehört wissen wir allein aus der tatsache heraus, das es nichts nennenswertes über ihre arbeit zu berichten gibt. sie hat aktiv verhindert das stasi-funktionäre verurteilt wurden ( ist irgendjemandem eigentlich klar, daß kein EINZIGER stasi-funktionär je verurteilt wurde???).
      und jetzt die denkaufgabe...ist irgendjemandem aufgefallen, daß es seid merkelzeit immermehr verbote gibt? verbote die man in den west bundesländern allein niemals durchsetzen könnte? wo ist eigentlich die apo hin verschwunden? da gründet man schnell mal eine partei mit orangen t-shirts und schwubs ist sie weg!
      und jetzt stellt euch mal ganz nach draußen und schaut euch dieses land und seine nichtdemokratie an, vergleicht es mit der DDR und kriegt, hoffentlich, angst.
      ich bin aus dem osten..wurde jahrelang von der stasi verhört und gefoltert. dank meines jüdischem humor hab ich bis zu meiner ausreise vor 32 jahren überlebt. jetzt bekomme ich PANIK und denke, daß ich dieses land sehr bald verlassen muß, denn einmal einen ausreiseantrag durch zu kämpfen reicht!
      weiß irgendjemand, wie man es schafft, daß eine wahl von der uno kontrolliert wird? ansonsten liegen die wahlergebnisse bestimmt schon in den schubladen. mein vater war proff an der parteihochschule, schon in jugen jahren hab ich bei ihm die wahlergebnisse der DDR ein halbes jahr vor stattfinden der wahlen gesehen...1:1

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    2. Du hast vollkommen recht. Es hat sich mittlerweile alles so als normal eingespielt und wenn man dann anfängt das zu hinterfragen, gerät man schnell an den Rand der Gesellschaft!

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  2. UND/DEN/ DIE KONZERNE

    Kleine Korrektur (Sorry im Eifer des Gefechts unterlaufen mir manchmal Fehler) :)

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  3. Da spricht Artikel und Kommentar endlich mal das aus was viele denken, sich aber nicht trauen laut auszusprechen!!

    DANKE!

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  4. Die heutige Medien sind extrem oberflächlich aufgemacht und ihre Redaktionen käuflich (ich hab jeden Tag Anfragen auf dem Tisch, bei denen positive redaktionelle Beiträge gegen Anzeigenschaltungen angeboten werden). Die Linie der Verlagsleitung und die Zahlen der Werbeabteilung, zählt zudem mehr als redaktionelle Unabhängigkeit.

    Am Ende sind die Sesselredakteure an ihren Jobs interessiert, kuschen bei jedem lauten Wort und verzichten auf den kritischen Umgang mit einem Thema, was hie und da ja auch schnell den Kopf kosten kann. Wenn man überhaupt etwas kritisches lesen will, dann von freien Journalisten. Die werden aber wirtschaftlich derartig klein gehalten, dass ihnen am Ende die Puste ausgeht.

    Es könnte sich also lohnen, würde man eine Art Fond einrichten, aus dem freie Journalisten und ihre Recherchen bezahlt werden. Eventuell treten dann ganz andere Betrachtungen und Blickwinkel auf den Plan. Das Internet selbst bietet ja genug Optionen, Informationen zu verbreiten.

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  5. Wenn nur mehr Leute so denken würden ; leider machen sich nur zu wenige Leute überhaupt noch Gedanken , manchmal habe ich das Gefühl, die sind alle ferngesteuert!

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    1. Ist doch auch so - die meistern werden gesteuert, hinterfragen tun doch nur die wenigsten - warum auch? Besser mit der Masse schwimmen, als sich unnötig Ärger einheimsen. Sobald du anfängst dich nicht dem Massendiktat unterzuordnen wirst du schnell zum Aussenseiter und meistens kommen noch Probleme mit der Obrigkeit hinzu.

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  6. Um die tatsächliche Wahrheit in der heutigen Welt zu erfahren muss man schon ein wenig Zeit investieren und die ganzen Halbwahrheiten,die verbreitet werden, zur reinen Wahrheit zusammensetzen. Aber sowas ist den meisten Leuten zuviel und daher lassen sie sich lieber berieseln und denken die da oben haben wohl schon Recht und wie schon gesagt wurde, die kritischen Journalisten heutzutage haben kaum noch eine Chance, da deren Arbeit von kaum jemanden honoriert wird, da es ja allein um den Profit geht und die Wahrheit im Endeffekt nicht zählt.

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  7. Ich kann nur sagen, dass ich mal bei Spiegel online einen Kommentar veröffentlichen wollte, der Merkels merkwürdig gute Umfragewerte zum Inhalt hatte. Ich habe nämlich noch nie jemanden getroffen, der Merkels Politik gut findet. MEIN BEITRAG WURDE NICHT VERÖFFENTLICHT.

    Ich habe mich in dem Kommentar außerdem mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Laut FemBio, der Frauen-Biographieforschung e.V. in Hannover, war sie »...FDJ-Leitungsmitglied, bis 1984 FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda«. Und wo ist eigentlich ihre Stasi-Akte?

    Ich finde übrigens auch, dass unsere Demokratie mehr und mehr den Bach runter geht. Die Medien hat Murksel schon größtenteils in der Tasche, am Rest ist sie noch dran. So wie sie ihren Job macht, könnte man vermuten, dass sie Honni auf dem Sterbebett versprochen hat, die BRD zu vernichten. Who knows...

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