Durch ein
Modellierungssystem der Universität Stuttgart wurden die gesundheitlichen
Auswirkungen von den 67 größten deutschen Kohlekraftwerken, die zum jetzigen
Zeitpunkt Strom produzieren, untersucht. Mit dem Ergebnis, dass jedes Jahr circa
3.100 Menschen ihr Leben, durch Feinstäube welche in die Lunge und den
Blutkreislauf eindringen, verlieren.
Über 70% der
Schwefeldioxidemissionen (SO2), sowie 40% der Stickstoffemissionen
(NOx) in der EU werden durch Braun- und Steinkohlekraftwerke verursacht.
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| Bild: Greenpeace |
Durch den Vorfall im
Atomkraftwerk Fukushima und dem damit vorzeitig eingeleiteten
Kernenergieausstieg, sowie das Moratorium wurden auch in Deutschland
zusätzliche Kapazitäten in Form von Kohlekraftwerken wieder in Betrieb
genommen, was sich unter anderem in dem Anstieg von Kohlekraft um fünf Prozent
zwischen 2010 und 2012 bemerkbar machte.
Die Studie
prognostiziert weiter, dass die jährliche Sterberate um 1.100 Personen
ansteigen kann, wenn die 15 geplanten Neu-Kraftwerke in die Tat umgesetzt
werden.
Deutschland selbst ist
„Weltmeister“ in der Braunkohleförderung mit über 185 Mio. Tonnen pro Jahr. Da
der deutsche Strommix zu über 45% auf Kohle beruht, (19% Steinkohle, 26%
Braunkohle) ergibt sich eine installierte Kohlestromleistung von circa 55
Gigawatt.
Trotz des Umfangs
dieser Studie, bleiben ein paar Kritikpunkte zurück. Da das Berechnungsmodell auf
statistischen Daten beruht, und durch die so ermittelte Partikelbelastung folgende
Gesundheitsschäden berechnet wurden, kann über die „endgültige“ Todesursache
nur spekuliert werden. Da externe Effekte wie Lebensumfeld oder medizinische
Vorgeschichte keinen Einfluss nehmen konnten.

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