Donnerstag, 25. April 2013

#Drosselkom verkauft Bevölkerung für dumm

(ph) Im Informationszeitalter gilt die "Netzneutralität" als oberstes Gebot. Demnach darf kein Internetprovider bestimmte Inhalte bevorzugen und damit Dritte benachteiligen. Nun lehnt sich die 'Deutsche Telekom' erstmals gegen diesen Grundsatz auf und plant eine drastische Beschränkung des bisher freien Datenvolumens. Was seitens des Vorstandes als ökonomisch notwendig deklariert wird, ist in Wahrheit etwas ganz anderes. Und zwar der Anfang vom Ende für das freie Internet.

Ab dem 2. Mai 2013 werden Tarife mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16 Mbit/s auf ein Gesamtvolumen von 75 GB reduziert. Von da an geht es im Schneckentempo mit 384 kbit/s weiter. Ausnahme: Richtig, Man bucht extra! Im Schnitt verbraucht ein Kunde nach Angaben der Telekom 15 bis 20 GB im Monat. Aktive Internetnutzer benötigen mehr - wesentlich mehr! 'Filmegucker', Online-Gamer oder vor allem auch Netzaktivisten können sich also auf was gefasst machen..

Bild: facebook - drosselkom
Der Telekom nach würden die Leitungen dem steigenden Traffic nicht mehr standhalten. Fraglich. Der Konzern ist, was den Netzausbau angeht, die Nummer Eins in Deutschland. Ausgerechnet das Alpha-Tier der Internetprovider soll jetzt Kapazitätsprobleme bekommen, obwohl andere Anbieter bereits deutlich günstiger sind? Des Weiteren ist zudem geplant, eigene Telekom-HD-Angebote zukünftig auch weiterhin im Pauschalformat anzubieten - Vor diesen Gesichtspunkten von Netzüberlastung zu sprechen, ist mehr als dreist.

Apropos Eigenformate. Wenn ein User nur bestimmte Inhalte ruckelfrei empfangen kann, nennt man das Zensur. Wer ein Beispiel dafür sucht, muss nur den Fernseher anmachen. Wer Mainstream-Mumpitz gerne meidet, fährt also den Computer hoch. So weit so gut, bisher zumindest! Unternimmt nämlich die Politik nichts gegen diesen historischen Vorstoß im Kommunikationszeitalter, dürfte Drosselkom nur der Anfang sein.

Bild: Fernsekrtik.tv - Facebook
Denn abgesehen von einer möglichen Schwächung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands spricht wenig dafür, dass die Bundesregierung die Pläne der Telekom durchkreuzen wird. Viel zu groß ist die Chance, mittelfristig ein überwachtes Netz zu gestalten, in dem nur noch vorab freigegebene Inhalte an die User gelangen - Mainstream-TV lässt grüßen. Dabei steht die allgemeine Internetfreiheit bereits schon jetzt punktuell am Pranger. So werden vornehmlich alternative Medien immer wieder von Hacker-Angriffen geplagt. Wurde die Internetseite des TV-kritischen Web-Magazins Fernsehkritik.tv beispielsweise erst kürzlich für mehrere Tage lahm gelegt. Ursprung dabei zwar unbekannt, jedoch zweifelsfrei offensichtlich.

Dieses Thema ist im Prinzip die letzte Chance für Philipp Rösler und die FDP, noch vor der Bundestagswahl an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Stehen die 'Liberalen' doch eigentlich wie keine andere Partei für freie Marktwirtschaft. Rösler kündigte Gespräche an, erwägt "im Notfall" Gesetzesänderungen. Der Telekom sei diesbezüglich an einer "sachlichen Diskussion gelegen", weiterhin "stehe man für das freie Internet", so der Konzern. Lobby-Phil als letzte Hoffnung für das freie Internet? Dieser Gedanke veranlasst zur Eigeninitiative!

Auch Sie können etwas gegen Drosselkom unternehmen!





Aufgrund der offensichtlichen Dreistigkeit der 'Deutschen Telekom' sprechen auch wir uns hiermit für die offizielle Umbenennung des Konzerns in 'Deutsche Drosselkom' aus.


9 Kommentare:

  1. Das Internet wird zur Plattform für Werbefirmen und wird zunehmend ausgebeutet. Propaganda V2.0. Ist aber nichts neues. Da wo genug Leute sind ist halt der Markt.

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  2. Sehr ähnliche Ereignisse passieren im Moment in der USA. Den globalen Machthaber haben erkannt dass das Internet und die alternativ Nachricht-Webseiten ihre Mainstream Propaganda Sender Konkurrenz machen.

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  3. der link funzt nicht mehr.

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  4. Das mit dieser Drosselkom, die man besser Schneckenkom nennen sollte, ist wirklich mies. Außerdem: das kommt ja nicht erst 2016, sondern ist bereits bittere Realität!! Ich merke es zum Beispiel gerade mal wieder auf youtube. Da rucket und hakt es derzeit so gewaltig (seit mindestens 18:00 Uhr), dass Filme gucken (egal ob nun schöne Dokumentationen oder ähnliches) kein Spaß mehr ist sondern nur noch Frust!!

    Von daher: die Telekom verarscht ihre Kunden auf mieseste Art und sollte von unserer Politik endlich mal eins in den Allerwertesten bekommen!!

    Sowas nennt man in der Tat Zensur und Vertragsbruch!! Bisher hatte ich eine sehr gute Download-Rate von 5Mbit/s und seit heute ist es damit aus und vorbei. Ich hoffe nur, dass die Telekom endlich ihr Netz wieder frei bekommt und hier endlich ihre miesen Spammingangebote rausmacht!!

    Das Netz ist frei und gehört niemandem!! Die Netzneutralität muss zurückkehren und dass sofort!!

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  5. Wie wir sehen versucht der Staat und seine tragenden Säulen jetzt mit der Brechstange den Bürger zum Zwangskonsumenten zu versklaven. Wie widersinnig das Argument der angeblichen "Demokratiesteuer" auf diesem Hintergrund wirkt, wenn jetzt das genannte Argument: "Jeder hat doch ein/en PC,Netbook,Smartphone, deswegen können Gebühren pauschal erhoben werden."
    Wenn jetzt aber das Streaming nicht mehr möglich ist, aufgrund der Leistungsdrosselung, ist auch das einzige Argument der Zwangsabkassierer ad absurdum geführt.Ein Computer könnte dann zwar noch über eine DVBT -Karte Television empfangen, aber diese Karte ist nicht gleichzusetzen mit der Nutzung eines internetverbundenen Computers. Denn die Meisten werden wohl keine TV-Karte haben.Also hat sich die Telekom einfach nur dreist gedacht, wenn das Volk sich von ARD/ZDF abzocken lässt, versuchen wir es auch mal wieder.Dabei war eines der Europa-Vereinigungsargumente die grenzenlose Freiheit aller Europäer. Was ist davon geblieben ? Die Löhne sind doch so niedrig dass sich kaum noch ein Deutscher Arbeitnehmer aus dem Haus traut, geschweige denn ins Ausland. Wozu dann offene Grenzen ? Auch die Verbraucher-Handlungsfreiheit bzw. Abschaffung des Rabattgesetzes hat doch nur Verwirrung gestiftet. Wo kann man denn mit den Verkäufern handeln ? Jeder Markt behauptet doch jetzt was er will. Viele Versandhäuser behaupten sogar dass sie Kunden 50% Preisnachlässe anbieten. Die selben Produkte werden erst künstlich verteuert, dann billiger gemacht und kosten am Ende immernoch 30 % zuviel. Da frage ich mich, was nützen billige Flüge ins Ferienparadies, wenn der Bus ins nächste Dorf unbezahlbar teuer ist ?

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  6. Hat die Telekom das nicht schon einmal probiert? Ich meine mich zu erinnern, dass sie die Flatrat schon mal gestopped haben und dann nicht die Geschwindigkeit gedrosselt sondern einfach mehr Geld verlangt haben. Muss so um 2001 oder 2002 gewesen sein. Da ging wohl etwas schief und nun probieren sie es auf einen anderen Weg!

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  7. geht doch einfach weg von denen Schurken ich habe das auch gemacht

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  8. brilliant material thanx:)

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