(nh) Vom
3. bis 14. März fand, unter eher verhaltenem medialen Interesse die 16.
Artenschutzkonferenz ( CITES CoP 16) im thailändischen Bangkok statt. Die Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna
and Flora, kurz (CITES) genannt, reguliert
den internationalen Handel mit wild lebenden Tier- und Pflanzenarten sowie Produkten
dieser Form. Über 5.000 Tier- und 28.000 verschiedene Pflanzenarten wurden von
CITES in differenzierte Schutzklassen eingestuft.
| Bild: greenpeace |
Ein
Ordnungspunkt musste in der breitgefächerten Agenda der Konferenz den härtesten Rückschlag hinnehmen. Auf den von den USA gestellten Antrag für einen
breiteren Schutz des Eisbären und ein komplettes Handelsverbot von
Eisbärprodukten konnte man sich in Bangkok nicht einigen. Trotz der
Unterstützung des WWF und Greenpeace hinsichtlich des Verbotes, dürfen Eisbärfelle und
-trophäen weiterhin legal gehandelt werden. Ebenso verfehlte der Vorschlag,
sich stärker um die schwindende Eisbärpopulation zu kümmern die notwendige
Mehrheit von 75%.
Vom Aussterben bedroht
Schätzungen
zur Folge leben weltweit noch circa 25.000 Eisbären in Freiheit. 800 Werden
jedes Jahr erlegt, ein Teil davon zwar zur berechtigten Versorgung ansässiger
Völker. Jedoch landen jedes Jahr auch "die Produkte" von 400 bis 500 Bären auf dem
internationalen Markt. Wie viel Zeit dem Eisbär auf Mutter Erde somit noch bleibt, kann sich jeder in etwa selbst ausrechnen. Betrachtet man zudem die Tatsache, dass der Lebensraum dieses einzigartigen Säugetiers durch das Abschmelzen des Nordpols zusätzlich bedroht wird, kommen erst recht Zweifel auf.
Eine "Eisbärenbank" wäre dagegen sicherlich systemrelevant..
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