Von Philipp Horn
Es ist endlich wieder soweit – Wahlkampf!
Es ist endlich wieder soweit – Wahlkampf!
Eine Zeit, in der wirklich wichtige Geschehnisse
vernachlässigt werden, und nur noch eines zählt – die Show.
„Mutter“ des modernen
Wahlkampfes von heute sind natürlich die USA. Mit Pauken und Trompeten
ziehen die Zugpferde der Demokratischen sowie Republikanischen Zirkusvereinigungen alle 4 Jahre von Termin zu Termin, um die Manège am Ende für sich allein zu haben.
Natürlich lässt man sich diesen Spaß auch etwas kosten – so sammelte
der aktuelle Präsident und Friedensengel Barack Obama 2008 bereits über 400
Mio. $ an Spenden ein. Beim Umverteilen dieser Gelder hatte Obama im Anschluss
jedoch so viele Probleme, dass nach seinem Wahlsieg mehr als 65 Mio.
Dollar übrig blieben. „Cash on Hand“ bezeichnen
die Amerikaner diesen Restbetrag – frei in das Deutsche übersetzt bedeutet das
so viel wie: 'Lobbyistische Präventivzahlungen zur Sicherung perverser Interessen'
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Glück für Romney, er besitzt ein geschätztes Nettovermögen
von 250 Mio Dollar. Und natürlich hat er sich dieses Geld auch durch harte
Arbeit verdient. Der gute Mitt ist nämlich ein sogenannter "Venture Capitalist", sozusagen eine
Geld-Heuschrecke. Er verleiht Geld, bekommt dafür mehr Geld und benutzt dieses
anschließend um an noch mehr Geld zu gelangen. Fast wie Robin Hood. Ergo 'arbeiten für Romney' bereits heute tausende Menschen. So etwas allein prädestiniert schon Präsident von über 300
Mio. Bürgern zu werden. Außerdem ist es bewundernswert, dass er sich um den Posten als War-Lord bewirbt, obwohl ihn über die Hälfte seines potentiellen Volks offenkundig
anwidert – so etwas nennt man echten Arbeitswillen.
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Romney bleibt also nichts anderes übrig, als sich ebenfalls bei
den Superreichen einzuschleimen. Die Occupy-Bewegung als hochrangig gefährlich
zu bezeichnen, wird da wohl nicht reichen. Auch Russland als größten
geopolitischen Feind und China als Währungsmanipulator zu betiteln, bringt ihm nicht allzu viele Punkte. Mitt muss unbedingt lernen, das Schwulenhass und
Abtreibungsantipathie allein nicht ausreichen, um diese Wahl zu gewinnen – Lobbyisten
aus dem Finanzsektor sind das, was ein echter amerikanischer Präsidentschaftskandidat heutzutage benötigt.
Märchenrepublik ist überzeugt davon, dass Mitt Romney die 'Kurve kriegen' kann, um den Grad an Korruption, den ihm sein Widersacher vorgibt, zu erreichen. Mündige US-Bürger haben nun die Qual der Wahl. Sollte sich zufällig einer von ihnen unter unseren Lesern befinden, hier noch ein kleiner Tipp: Mit einem ganz großen Kreuz auf dem Wahlzettel können Sie auch für beide Kandidaten stimmen.


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